Herzliche Gratulation
Ich bin sehr zufrieden mit meinem ersten Ironman. Am Morgen früh so bei Regen den Startplatz einzurichten war schon nicht so motivierend und wären da nicht 2200 andere Athleten gewesen hätte ich es glaub sein lassen. Schnell zog ich meinen Neoprenanzug an um nicht zu frieren bei den 13°C. Darauf ging ich auch¨schon bald zum Schwimmstart welcher irgendwie ganz komisch war, weil keiner so recht wusste wo der Start genau ist und welche Boje zuerst anzupeilen war. Ich schwamm einfach den andern nach was gar nicht so eine schlechte Idee war und das warme Zürichsee Wasser machte das schwimmen noch ganz angenehm. Ohne grosse Wasserkämpfe absolvierte ich die 3.8 Km in eine für mich gute Zeit von 1.16 Std.. Für den Wechsel aufs Rad benötigte ich relativ viel Zeit da ich mich für lange Hosen und Tricot entschied, ich wollte einfach nicht kalt bekommen. Im nachhinein war es sicher die richtige Entscheidung, da es quasi die ganzen 180 Km. auf dem Rad regnete. Während der Fahrt gehen einem ja viele Gedanken durch den Kopf und so kam mir auch "Forrest Gump" in den Sinn, der sagte, es regnete von oben, manchmal von vorne, manchmal von der Seite manchmal von hinten und es kam einem vor als würde es auch von unten her regne. Der Regen von unten erinnerte einen dann auch daran, dass man wieder mal zu nahe an den vorderen Radfahre heran gefahren ist, da ja Windschatten fahren bei Ironman verboten ist. Nebst ein paar Pinkelhalten und beinahe einem Sturz überstand ich auch die Radstrecke mit einem guten 32 Km/h Durchschnitt was für dieses Wetter sicher gut war. Nicht zu vergessen das alles mit Material aus dem Hause Foxzweiradtechnik. Ich machte dafür beste Werbung mit dem Foxtricot
Der Marathon zum Schluss ist wirklich eine harte Sache. Der sogenannte Hammermann von welchem man beim reinen Marathon so ab Km. 30ig spricht, kommt einfach schon bei Km. 5 und dann zwischendurch immer wieder. Das ganze ist einfach nur noch mit Willen und kleinen Zwischenzielen wie z.B. der nächste Verpflegungsposten zu schaffen. Natürlich nicht zu vergessen sind die vielen Zuschauer besonders die man auch noch kennt geben einem viel Motivation.
Es kam mir wirklich langsam vor wie ich joggte und so war es doch etwas überraschend, dass die Marathonzeit doch noch unter 4h Stunden war, sicher war nun das Wetter ideal fürs Laufen. Der Zieleinlauf lies dann all die Strapazen vergessen und die Hormone Endothyn und Adrenalin gaben einem ein schönes Glücksgefühl.
Nun bin ich auch ein Ironman, ob ich das jemals wiederholen werde steht noch in den Sternen, zuerst muss erst mal mein Muskelkater vergehen..............
Erlebnissbericht von Hausi